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Ol`man River … 30.07.

Memphis, Tennessee und doch sehen wir hier erstmals den Mississippi.

Nicht weit südlich von Memphis erwartet uns dann auch eben dieser Bundestaat. Wir immer freuen wir uns auf das Welcome Center, wo man kostenlose Straßenkarten und Kaffee bekommt. Wo die Toiletten blitzsauber sind und man nette, hilfreiche Worte und ein Lächeln bekommt. Das mag ich! Hätte ich in Deutschland auch gerne. Überhaupt hätte ich einiges gern in Deutschland. Ich mag diese unglaubliche Höflichkeit, des selbstverständliche Türaufhalten, das Bedanken. Ich mag das kostenlose Wasser im Restaurant und das Refill. Ich mag das satte Grün. Ich mag es, wie die Autos sich langsam an eine Kreuzung heranschleichen und wer zuerst ankommt, darf auch zuerst fahren.


Mississippi begrüßt uns zunächst mit Sumpflandschaften, dann wechselt es in das unvergleichliche satte Grün. Wir fahren.... viele Meilen nach Süden. Irgendwann sagt Pete, wir müssten wohl mal tanken, wir hätten nur noch Benzin für 10 Meilen im Tank. Hektisch auf die Karte geguckt. Nichts. Fahr mal die nächste raus, da ist ein kleiner Ort, vielleicht haben wir Glück.... Aber kein Glück. Wir fahren weiter diesen kleinen Weg in der Hoffnung auf den nächsten Ort. Die Tankanzeige leuchtet nicht mehr, sie blinkt und schreit: FUEL! Die Meilen ziehen vorbei, kein weiterer Ort taucht auf. Es ist heiß und nichts ist weit und breit zu sehen. Zumindest mir geht der Arsch auf Grundeis, Pete rechnet auch mit Liegenbleiben, zu lange schreit die Tankleuchte schon, ist aber entspannter als ich. Dann, aus dem Nichts, ein Ort und mit dem Ort eine Tankstelle. Erleichtertes, fast schon hysterisches Lachen....


Wir fahren weiter, wechseln kurz vor Jackson auf den Natchez Trace Parkway, essen unterwegs schlechtes mexikanisches Essen und erreichen Natchez vor vor Sonnenuntergang.

Das Klima hat gewechselt, die Vegetation ist exotischer, die Luft schwerer, die Häuser gleichen einer Südstaatenfilmkulisse. Wir finden ein Motel für 44$, das günstigste bisher.


Schnell machen wir uns auf, entern die nächste Bar, das Haar klebt nass im Nacken, es ist so unfassbar schwül. Und die bösen Mississippimücken halten uns zusätzlich ordentlich in Schach. Bier schmeckt komisch, ein Mann quatscht uns zu, er ist total besoffen und sagt immer das gleiche und macht sich über unsere Aussprache von Städtenamen lustig.

Wir ziehen weiter, ein Rundgang durch die nächtliche Stadt, Staunen vor der Stanton Hall, in der die Innenaufnahmen von Mont Royal in „Fackeln im Sturm“ gemacht wurden. Was für ein Haus!


Wieder weiter, kltschnass, obwohl die Sonne schon lange untergegangen ist. Und so landen wir in einer kleinen Bar, in der wir gleich willkommengeheißen werden und sehr schnell ins Gespräch kommen. Es wird ein sehr netter Abend.


Natchez ist klein, wie bei allen amerikanischen Städten irritiert das Fehlen eines klaren Zentrums... ein Marktplatz, ein Kirchplatz, irgendwas. Da es im Bürgerkrieg kaum berührt wurde, gibt es viele alte Häuser und 2 gute Hände voll Herrenhäuser, die prachtvoll und dennoch unaufgeregt an den Straßen stehen. Ja, Natchez ist unaufgeregt, ebenso gemächlich wie der Mississippi, der sich langsam durch die Stadt zieht.... Ol`man River, wie Ol`man Memphis oder Ol`man Natchez......

 

 http://www.youtube.com/watch?v=Uw_jU_WEK60


2.8.13 17:06
 


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